Schülerinnen erneuern das Mahnmal der Jugend auf dem jüdischen Friedhof Neustadt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ingo Buechner   
Mittwoch, den 05. Oktober 2016 um 07:21 Uhr

 

16 Schülerinnen und Schüler der Klasse 7e des Gymnasiums haben im Rahmen der Aktivitätenwoche das 1968 von Neustädter Jugendlichen angelegte Denkmal vom Unkraut befreit und das Kiesbett erneuert.Der damalige Kunstlehrer der Neustädter Realschule Hans-Peter Zaumbrecher hat gemeinsam mit seinen Schülern einen zerborstenen Säulenstumpf gegossen, der das zerbrochene Fundamente der gemeinsamen Kultur darstellen soll. Das Mahnmal ist im Eingang des im Wald nach Bordenau abgelegenen Friedhofs zu sehen und trägt die aus dem Buch Maleachi stammenden Titel „Haben wir nicht alle einen Vater?“

 

Frau Magda Staab, geb. Posselt, die damals als Jugendliche an der Entstehung mitwirkte, zeigte nicht nur alte Fotos von der Entstehung des Denkmals im Kunstraum der Schule und der Einweihung auf dem Friedhof. Sondern erläutere den Schülern auch, dass die Dreiteilung des Säulenfundamentes auf die drei abrahamitischen Religionen bezogen sei. Das gemeinsame Fundament von Juden, Christen und Muslimen sei der Glaube an den einen Gott, der Vater aller Menschen sei.

Unterstützt wurde die Aktion durch die Stadt Neustadt, der Bauhof lieferte Arbeitsgerät zur Reinigung des verkrauteten Bereiches und für das Kiesbett um das geborstene Fundament roten Lavasplit.

Zum Abschluss spendete Dr. Carsten Hotes, der die Aktion finanziell unterstützen wollte, allen Beteiligten an dem Arbeitseinsatz noch ein Eis.

 

V.i.S.d.P

Claus Crone

OstR Gymnasium Neustadt

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 05. Oktober 2016 um 07:22 Uhr